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Chania (griechisch Χανιά) ist eine Hafenstadt auf der griechischen Insel Kreta, rund 100 Kilometer westlich der heutigen Inselhauptstadt Iraklio. Sie ist nach Iraklion die zweitgrößte Siedlung auf der Insel. Gleichzeitig ist Chania der Hauptort des gleichnamigen Regionalbezirks und war von 1841 bis 1971 die Hauptstadt der Insel Kreta. Vom Fährhafen der Stadt besteht eine tägliche Verbindung nach Piräus. Der internationale Flughafen von Chania befindet sich ungefähr 12 Kilometer nordöstlich auf einer Ebene der Akrotiri-Halbinsel.

Geschichte

Erste Siedlungsspuren aus dem Altstadtviertel Kastelli reichen bis in die Jungsteinzeit 3400 bis 3000 v. Chr. zurück. Damit ist Chania eine der ältesten ununterbrochen bewohnten Siedlungsstätten Europas. Als Stadt wurde sie in minoischer „Vorpalast“-Zeit (3000–1900 v. Chr.) unter dem Namen Kudonija erbaut, aus dem sich der spätere antike Name Kydonia ableitete. In den minoischen Epochen der „Neu-“ und „Nachpalastzeit“ (1600–1100 v. Chr.) war Kudonija eine blühende Stadt mit großen, in sich geschlossenen Wohnhäusern zwischen Straßen und Plätzen, und höchstwahrscheinlich einem Palast als Zentrum. Nach 1400 v. Chr. dominierte jedoch die mykenische Kultur des griechischen Festlands. Einen Austausch beider Kulturen, der minoischen und der mykenischen, hatte es schon vor der mykenischen Eroberung der Insel ab 1450 v. Chr. gegeben. Eine multikulturelle Stadt blieb sie auch nach dem allmählichen Niedergang der mykenischen Kultur und dem Beginn der dorischen Einwanderung nach Kreta.

In der protogeometrischen und geometrischen Periode (etwa 1050–700 v. Chr.) und der sich anschließenden archaischen Zeit (etwa 700-500 v. Chr.) entwickelte sich Kydonia zu einer der wichtigsten „Poleis“ (Stadtstaaten)Westkretas. Nach einem kurzzeitigen Bündnis Kydonias mit Makedonien, das 220 v. Chr. auf Kreta interveniert hatte, verlor Makedonien 196 v. Chr. nach dem zweiten Krieg gegen Rom die Hegemonie über Griechenland. Wieder unabhängig, kam es erneut zu Kriegen der rivalisierenden kretischen Städte untereinander. Diese Konflikte endeten erst 67 v. Chr. mit der Besetzung der Insel durch die römischen Truppen.

Seit dem Jahr 69 v. Chr. begann das Römische Reich, Kreta zu besetzen. 67 v. Chr. wurde die Insel römische Provinz. Die Eroberung Kretas durch die Römer bedeutete das Ende der Bürgerkriege und den Beginn einer langen Friedenszeit mit wirtschaftlicher Blüte. Hauptstadt der Provinz Kreta und Kyrenaika (Creta et Cyrene) wurde das bei der Eroberung der Insel mit Rom verbündete Gortyn. In die Zeit der römischen Herrschaft fällt auch die allmähliche Christianisierung der Insel im 3. und 4. Jahrhundert.

In den Jahren 824 bis 828 eroberten die Sarazenen die Insel, wobei Kydonia möglicherweise wie die meisten Städte Kretas zerstört wurde. Aus der Zeit der Sarazenenherrschaft über Kreta wird der heutige Name der Stadt Chania abgeleitet.

Nach der Einnahme Konstantinopels am 13. April 1204 durch die Kreuzfahrer des venetianisch finanzierten Vierten Kreuzzuges wurde die Insel an die Venezianer verkauft.
Venezianer und Genuesen kämpften um die Vorherrschaft über die Insel.
Ab 1320 begannen die Venezianer durch Aufschüttung einer Mole mit dem Bau des Hafens. Durch ihn wurde La Canea zur wichtigsten ökonomischen und politischen Verbindung zwischen Kreta und Venedig, daher der damalige Beiname Chanias als „Venedig Kretas“. Gesellschaftlich führte jedoch die Einsetzung des venezianischen Feudalsystems und der Versuch, die Orthodoxie entschieden einzuschränken, zu zahlreichen Aufstandsbewegungen.

La Canea fiel 1645 nach fast zweimonatiger Belagerung in die Hände der Osmanen. Unter der Osmanenherrschaft änderte sich auch das Stadtbild der nun türkisch Hanya genannten Stadt. Kirchen wurden in Moscheen umgewandelt und erhielten Minarette, öffentliche Bäder (Hamams), und Brunnen wurden gebaut, und die siedelnden türkischen Zuwanderer errichteten zahlreiche große Privathäuser mit Holzerkern. Viele Christen hingegen verließen Kreta, um den Unterdrückungsmaßnahmen der neuen Herrscher zu entgehen, und fanden Zuflucht auf den Ionischen Inseln.
Unter der osmanischen Besatzung kam es mehrfach zu Aufständen der griechisch-orthodoxen Bevölkerung der Insel, die durch das Osmanische Reich niedergeschlagen wurden, der größte 1770 unter Daskalogiannis. Im Jahr 1821, dem Jahr des Beginns der Griechischen Revolution, wurden in Hanya viele Christen getötet und der Bischof von Kissamos gehängt. Der Aufstand Griechenlands schien schon gescheitert, als der Vizekönig von Ägypten, Muhammad Ali Pascha, den osmanischen Sultan Mahmud II. 1824 bis 1827 bei der Niederschlagung der Revolution unterstützte. Durch das Eingreifen der Großmächte Großbritannien, Frankreich und Russland, die die ägyptische Flotte in der Schlacht von Navarino vernichteten, wurde der osmanische Herrscher jedoch gezwungen, das Londoner Protokoll vom 3. Februar 1830 zu unterzeichnen, durch das der griechische Staat, wenn auch nur auf kleiner Fläche, neu entstand. Seitdem war es das Bestreben der griechischen Bevölkerung Kretas, eine Vereinigung mit dem Mutterland herbeizuführen. Bis 1840 unterstand die Insel allerdings dem ägyptischen Vizekönig, der sie dann einschließlich Syriens und Palästinas nach Intervention von Großbritannien, Russland, Preußen und Österreich an die Osmanen zurückgeben musste.

Nach dem Großen Kretischen Aufstand von 1866 bis 1868, bei dem das Kloster Arkadi zerstört wurde, beschäftigte die kretische Frage erneut die Großmächte. Aber erst nach der Niederlage der Osmanen im Russisch-Türkischen Krieg von 1877/78 wurden den Christen bestimmte Rechte garantiert. Der Freiheitswille war jedoch ungebrochen, und so kam es 1889 und ab Mai 1896 erneut zu Aufständen. Den letzteren unterstützte das unabhängige Griechenland mit regulären Truppen und Freiwilligenverbänden, die am 21. Februar 1897 Kreta besetzten, was zum Türkisch-Griechischen Krieg führte. Auf dem Profitis Ilias, einem 122 Meter hohen Berg im Osten des Stadtgebiets von Chania, wurde 1897 als erstes die griechische Fahne aufgezogen. Er ist deshalb für die Kreter von herausragender nationaler Bedeutung. Der Krieg endete mit einem militärischen Sieg der Osmanen. Die griechischen Truppen unter Kronprinz Konstantin wurden sowohl auf Kreta als auch in Thessalien entscheidend geschlagen.

Trotzdem erhielt Kreta durch den Druck der europäischen Großmächte im Friedensvertrag vom 4. Dezember 1897 eine weitgehende Autonomie. Die Insel wurde darin zu einem internationalen Protektorat unter der Einsetzung Prinz Georgs von Griechenland als Hochkommissar erklärt. Bis zu dessen Regierungsantritt am 9. Dezember 1898 in der Hauptstadt Chania übernahm ein Exekutivkomitee kretischer Revolutionäre unter Eleftherios Venizelos die Verwaltung. Der 1864 im drei Kilometer südlich Chanias gelegenen Mournies geborene Venizelos hatte als Führer der kretischen Enosis-Bewegung 1897 bei den Großmächten die Autonomie der Insel erreicht. Unter Prinz Georg war er bis 1901 Justizminister der ersten Regierung. Die kurze Teilselbständigkeit Kretas ab 1898 bescherte Chania den nominellen Hauptstadttitel eines unabhängigen Staates. Als Folge des Regierungssitzes ließen sich bis 1913 zahlreiche Diplomaten vor allem im Stadtteil Chalepa nieder.

Im Streit um die „nationale Frage“ entlassen, setzte sich Eleftherios Venizelos ab 1901 an die Spitze der Opposition, die immer offener eine Vereinigung Kretas mit dem griechischen Festland forderte. Durch einen Putsch wurde Prinz Georg 1905 gezwungen zurückzutreten, und 1908 wurde die Vereinigung der Insel mit Griechenland beschlossen, die aber erst durch den Londoner Vertrag von 1913 international anerkannt wurde. Eleftherios Venizelos wurde schon 1910 griechischer Premierminister und hisste gemeinsam mit König Konstantin 1913 die griechische Fahne über dem Fort Firkas am venezianischen Hafen von Chania. Heute ist die südlich an Chania angrenzende Gemeinde mit dem Hauptort Mournies nach ihm benannt, und östlich der geschlossenen Bebauung des Stadtgebiets, auf dem Profitis Ilias, befindet sich ein Denkmal für ihn und seinen Sohn Sofoklis Venizelos, dem griechischen Ministerpräsidenten von 1943 bis 1952. Beide sind dort auch bestattet.

Chania blieb auch nach der Vereinigung mit Griechenland bis 1971 Sitz der Verwaltung Kretas. Schon in der Zeit der kretischen Unabhängigkeit ab 1898 florierte die Stadt. Nach dem Anschluss an Griechenland wurde in den Jahren 1911 bis 1913 die kreuzförmige klassizistische Markthalle (Agora) errichtet. Sie entstand nach französischem Vorbild der Markthalle in Marseille und wurde zu einem weiteren Wahrzeichen Chanias. Die Stadtgestalt änderte sich auch dahingehend, dass die zu Moscheen umfunktionierten Kirchen wieder ihren ursprünglichen Zweck als christliche Gotteshäuser erhielten.
1920 wurde sogar, vor dem Hintergrund des Griechisch-Türkischen-Krieges 1919 bis 1922, das Minarett der Hassan-Pascha-Moschee im Hafen abgerissen. Durch den nach 1923 erfolgten Bevölkerungsaustausch zwischen Griechenland und der Türkei auf Grund des Vertrages von Lausanne, bei dem die verbliebenen Türken Kreta verließen, wurde das Gebäude als Moschee nicht mehr benötigt. Heute dient es Ausstellungszwecken.

Nach dem verlorenen Krieg gegen die Türkei wurde Griechenland durch eine Volksabstimmung im April 1924 Republik. Eleftherios Venizelos war in der Folgezeit mehrfach Ministerpräsident, unter ihm wurde im Oktober 1930 der türkisch-griechische Freundschaftsvertrag abgeschlossen. In die Opposition gedrängt, musste er 1935 nach einem erfolglosen Aufstand auf Kreta gegen die Royalisten Griechenland verlassen. Das Land kehrte nach einer erneuten Volksabstimmung am 12. Oktober 1935 zur Monarchie zurück.

Das Anfang des Zweiten Weltkriegs formal neutrale Griechenland erwies sich durch die Annahme der britischen Garantie 1939, der Nichterneuerung des Paktes mit Italien von 1929 und der kriegswirtschaftlichen Unterstützung Großbritanniens faktisch als Verbündeter der Westmächte. Der Griechenland diktatorisch regierende General Metaxas lehnte am 28. Oktober 1940 ein nicht annehmbares italienisches Ultimatum zur Kapitulation ab und konnte die angreifenden italienischen Truppen bis hinter die albanische Grenze zurückdrängen. Die griechische Regierung bat nun Großbritannien um Unterstützung, dessen erste Vorauskommandos schon am 1. November 1940 vom ägyptischen Alexandria aus auf Kreta landeten.
Am 6. April 1941 griff das Deutsche Reich als Verbündeter Italiens in die Kampfhandlungen ein. Im Verlauf des Unternehmens Marita wurden die griechischen Verbände und das britische Expeditionskorps geschlagen und ganz Griechenland mit Ausnahme Kretas besetzt. Nach der Kapitulation am 21. April 1941 verließen die griechische Regierung unter dem neuen Ministerpräsidenten Emmanouil Tsouderos und König Georg II. am 23. April das Festland und versuchten, mit britischer Unterstützung von Kreta aus den Widerstand gegen die Achsenmächte fortzusetzen. Chania wurde dabei bis Mai 1941 Regierungssitz des unabhängigen Griechenland.

Am Dienstag dem 20. Mai gegen 07:15 Uhr begann die Luftlandeschlacht um Kreta, das unter der deutschen Bezeichnung Unternehmen Merkur bis dahin größte Luftlandeunternehmen der Geschichte. Die Kämpfe konzentrierten sich hauptsächlich auf das Gebiet um die damalige Hauptstadt Kretas. Bei ersten Angriffen deutscher Bomber wurde die Altstadt von Chania stark beschädigt. Schon am 22. Mai eroberten die deutschen Truppen das Flugfeld von Maleme 15 Kilometer westlich von Chania und konnten es am Folgetag zu einer brauchbaren Operationsbasis ausbauen.

Trotz starker Verluste der Invasoren hatten die personell überlegenen alliierten Verbände der Griechen, Briten, Australier und Neuseeländer der Luftüberlegenheit der deutschen Wehrmacht nichts Gleichwertiges entgegenzusetzen. Mit Ausweitung des Landekopfes bei Maleme fiel am 26. Mai die endgültige militärische Entscheidung zugunsten der deutschen Angreifer, und in der Nacht zum 27. Mai traf das britische Oberkommando den Entschluss, Kreta zu räumen. Noch am 27. Mai fiel die Hauptstadt Chania und am 28. Mai der Hafen in der Souda-Bucht in deutsche Hand. Am 29. Mai 1941 kapitulierte Rethymno.
Die alliierten Truppen zogen sich durch die Berge zur Südküste zurück, vor allem in den Raum Sfakia, von wo es gelang, fast 17.000 Mann britischer und Empiretruppen nach Ägypten auszuschiffen. Am 1. Juni 1941 hatten die letzten alliierten Verbände und mit ihnen die griechische Regierung, die von Chania aus durch die Samaria-Schlucht geflohen war, Kreta verlassen. Viele Griechen und Briten, die kein Evakuierungsschiff mehr erreicht hatten, verblieben hingegen auf der Insel und hielten sich oft mit Unterstützung der einheimischen Bevölkerung versteckt. Etwa 15.000 alliierte Soldaten gerieten bei der Luftlandeschlacht um Kreta in deutsche Kriegsgefangenschaft. Die Kriegsgefangenenlager befanden sich westlich von Chania in der Gegend um Galatas und bei Agii Apostoli.

Nach der vollständigen Einnahme der Insel wurde Kreta in zwei Besatzungszonen aufgeteilt. Während im äußersten Osten, etwa der Präfektur Lasithi entsprechend, italienische Truppen bis 1943 die Herrschaft ausübten, kam der größte Teil Kretas mit den zentralen Bereichen und dem Westen unter deutsche Militärverwaltung. Sie nahm ihren Sitz in der Villa Andromeda in Chania, einer 1870 erbauten neoklassizistischen Villa im Stadtteil Chalepa, etwa einen Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, die zwischen 1897 und 1912 schon als deutsches Konsulat gedient hatte.
Viele Einheimische ergaben sich jedoch nicht der Besatzungsmacht, sondern führten den Krieg aus dem Untergrund heraus, unterstützt durch den britischen Geheimdienst, als sogenannte Andarten (Partisanen) weiter. Im Herbst 1942 gründete sich aus ihnen die nationalliberal orientierte Widerstandsorganisation Ethnikis Organosis Kritis (EOK, „Nationale Organisation Kretas“). Im Laufe der Besatzungszeit nahmen die Auseinandersetzungen an Härte zu, weshalb von deutscher Seite zeitweise bis zu 50.000 Wehrmachtsangehörige auf der Insel stationiert wurden. Auf beiden Seiten blutig geführten Partisanenkämpfen folgten grausame Vergeltungsaktionen der deutschen Truppen an der Zivilbevölkerung, Kriegsverbrechen, bei denen unter anderem 40 Dörfer der Insel zerstört und deren Einwohner zu großen Teilen umgebracht wurden.

Auch nicht den Andarten zugerechnete Einwohner Kretas wurden Opfer deutscher Verbrechen während der Besatzungszeit. Am 29. Mai 1944 umstellten Einheiten unter dem Befehl des deutschen Kommandanten der „Festung Kreta“, General Bruno Bräuer, das jüdische Viertel Evraiki der Stadt Chania. Flüchtende Einwohner wurden erschossen. Fast 300 Juden wurden zunächst in das Gefängnis „Agia“ gebracht und sollten Anfang Juni mit dem Transportschiff Tanais in deutsche Konzentrationslager deportiert werden. Die Tanais wurde auf der Überfahrt von einem britischen U-Boot torpediert und sank. Fast alle jüdischen Gefangenen, wie auch etwa 600 griechische und italienische Gefangene, kamen dabei um. Nur vier der jüdischen Einwohner Chanias sollen überlebt haben.
Chania blieb bis zum 23. Mai 1945 von deutschen Truppen besetzt. Im Herbst 1944 zogen sie sich mit etwa 12.000 Soldaten auf die „Kernfestung Westkreta“, das Gebiet um Chania, zurück und unternahmen von dort aus bis zum Juni 1945 noch einzelne Einsätze gegen kretische Partisanen. Nach der Kapitulation der deutschen Armee sollte die „Kernfestung“ von britischen Truppen übernommen werden. Diese befanden sich bald nach ihrer Ankunft auf der Insel im Kampf gegen die kommunistisch geführte Griechische Volksbefreiungsarmee (gr. Ellinikos / Ethnikos Laikos Apelevtherotikos Stratos, ELAS), dem militärischen Flügel der Nationalen Befreiungsfront (gr. Ethniko Apelevtherotiko Metopo, ΕΑΜ). Sie beließen den Deutschen die Waffen, damit diese nicht den Kretern in die Hände fallen sollten, und ließen sich sogar von deutschen Panzerwagen Geleitschutz geben.
Die Kreter betrachteten diese Wendung ihrer vorherigen Verbündeten als Verrat. So ging der Kampf gegen die deutschen Truppen auf Kreta nahtlos in den Bürgerkrieg über, der zwischen der griechischen Regierung, den Briten und national gesinnten Kräften auf der einen und Linksliberalen, Sozialisten und Kommunisten der ELAS auf der anderen Seite geführt wurde. Der Bürgerkrieg suchte allerdings Kreta in weit geringerem Maße heim als das griechische Festland. Traditionell war ein Großteil der Kreter antimonarchistisch eingestellt, sodass die von den Briten mit militärischem Nachdruck unterstützte Rückkehr von König Georg II. auch außerhalb der EAM keine breite Unterstützung fand. Die Auseinandersetzungen betrafen unter anderem Verrats- und Kollaborationsvorwürfe. Die von der nationalen Führung der EAM angeordnete Revolte konnte auf Kreta nicht durchgeführt werden. Im April 1947 versuchten die Kommunisten erneut einen Aufstand. Die von Giannis Podias organisierte Demokratische Armee Kretas wurde aber innerhalb weniger Monate entwaffnet, ihr Anführer Podias wurde am 2. Juli 1947 erschossen.

Der Wiederaufbau nach Zweitem Weltkrieg und Bürgerkrieg führte zu einer regen Bautätigkeit in Chania. Dies betraf vor allem die Altstadt, die durch die deutschen Bombenangriffe 1941 zu etwa einem Drittel zerstört war. Im Jahr 1965 wurde die gesamte Altstadt innerhalb der alten Festungsmauern unter Denkmalschutz gestellt. Die ausufernde Zersiedelung des Umlandes der Stadt konnte dadurch jedoch nicht verhindert werden.
Im Jahre 1971 verlor Chania den Status der „Hauptstadt Kretas“, den es seit 1898 innehatte, an das weit größere Iraklio. Als Zeugnis der Hauptstadt-Epoche sind etliche neoklassizistische Botschafts- und Diplomatenvillen im Stadtteil Chalepa erhalten.

Museen
Archäologisches Museum, Byzantinische und nachbyzantinische Sammlung (Byzantinisches Museum), Schifffahrtsmuseum (Nautisches Museum), Volkskundemuseum, Historisches Museum, Kriegsmuseum.